Über

Hintergrund

Die Potentiale für Heizen und Kühlen auf Basis erneuerbarer Energien sind in der EU größtenteils noch nicht ausgereizt. Ziel der Europäischen Kommission ist es daher die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und Technologien künftig stärker zu forcieren. Aus diesem Grund setzte sie 2009 die Erneuerbare-Energien-Richtlinie mit verbindlichen nationalen Zielen und der Erstellung von nationalen Aktionsplänen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Kraft. Des Weiteren wird dieser Weg von der Energieeffizienz-Richtlinie durch den Artikel 14 unterstützt, welcher eine verstärkte Nutzung des RES H/C Potentials und Entwicklung von lokalen und regionalen Märkten fordert. Koordinierte regionale Planungen stellen dabei eine der größten Herausforderungen dar. Unter diesen Rahmenbedingungen spielt zukünftig die Energieraumplanung in Regionen und Gemeinden eine ganz entscheidende Rolle für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die regionalen Entwickler und Entscheidungsträger sind jedoch oftmals überfordert mit dieser Aufgabe und benötigen gezielte Unterstützung im Planungsprozess. Das Projekt RES H/C SPREAD greift dieses Thema daher auf und bietet lokalen bzw. regionalen Institutionen Unterstützung.

RES H/C SPREAD

Während der 3-jährigen Laufzeit werden im Projekt RES H/C SPREAD sechs regionale Pilotpläne für das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien erstellt. Ziel ist es gemeinsame Grundsätze und Richtlinien für diesen Bereich zu schaffen. Die sechs Regionen sind Kastilien und Leon (Spanien), Emilia Romania (Italien), Riga (Lettland), Rhodopen (Bulgarien), West Mazedonien (Griechenland) und Salzburg (Österreich) und umfassten somit die wesentlichen Klimazonen Europas. Diese Pilotregionen erhalten methodische Unterstützung bei der Entwicklung eigener Pläne für die optimale Nutzung der regionalen RES H/C Potentiale. Dabei ist die starke Einbindung lokaler, regionaler und nationaler Stakeholder in den Planungsprozess von großer Bedeutung. Zu diesem Zweck wird für jede Region ein Beirat gegründet, der zwischen den Akteuren vermittelt und die Umsetzung der Pläne unterstützt. Die Pläne werden in Abstimmung mit dem regionalem Bedarf an Energie für das Heizen und Kühlen und der Energieeffizienz-Richtlinie erstellt. Diese fordert beispielsweise die Optimierung der Verwertung lokal verfügbarer Abwärme in regionalen Versorgungsnetzen. Langfristig soll das Projekt, durch Bereitstellung von Best-Practice-Beispielen sowie abgestimmter Prozesse und Methoden, maßgeblich dazu beitragen den regionalen Planungsprozess zu erleichtern.

Ergebnisse

  • RES H/C Entwicklungspläne für 6 europäische Pilotregionen werden zur Verfügung gestellt: Diese Pläne werden mit den Zielen der lokalen Aktionsplänen für nachhaltige Energie und den nationalen Strategien und Richtlinien abgestimmt, um ihre Anwendung auf regionaler und nationaler Ebene zu gewährleisten.
  • Gründung von dauerhaften Beiräten in den Regionen zur Beratung von Entscheidungsträgern, Mitgestaltung der Pläne, Vermittlung zw. Stakeholdern, Bewertung und Begleitung der Planumsetzung. Die Beiräte setzen sich je nach Region aus lokalen, regionalen bzw. nationalen Behörden und Marktakteuren zusammen.
  • Genehmigung der regionalen Pläne von der zuständigen Behörde durch Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MOU) für die Umsetzung der RES H/C-Pläne auf der politischen Ebene.
  • Erstellung von Leitlinien hinsichtlich Methodik und Prozesse für regionalen Behörden um das Potenzial und die Nachfrage nach Energie für Heizen und Kühlen darzustellen. Darüber hinaus enthalten die Leitlinien Anleitung für eine Kosten-Nutzen-Analyse von Angebot und Nachfrage, um die Anforderungen der Energieeffizienz-Richtlinie (insbesondere bezüglich Artikel 14) und der Erneuerbare-Energien-Richtlinie erfüllen zu können.